Projekt "Dorfschell"



Bruschied, 31.05.2026/p.a.

Kunst, Begegnung und ein guter Zweck

Bruschied durfte sich über eine besondere Premiere freuen: Im Gemeindehaus fand die erste Kunstausstellung des Ortes statt. Gezeigt wurden 105 Aquarelle des ortsansässigen Künstlers Milan Cvijanovic, der seine Werke nicht nur der Öffentlichkeit präsentierte, sondern sie auch zum Verkauf anbot. Seine Aquarelle zeigen überwiegend Landschaften in den unterschiedlichsten Jahreszeiten und fangen dabei die vielfältigen farblichen Stimmungen des Tages eindrucksvoll ein – von den sanften Tönen eines frühen Morgens bis hin zu den warmen Farben eines Sonnenuntergangs. Der Erlös der Bilder ist für den Spielplatz im Ort bestimmt und unterstreicht damit den vorbildlichen, selbstlosen Charakter dieser Veranstaltung.

Ortsbürgermeister Patrick Steina eröffnete die Ausstellung mit herzlichen Worten und zeigte sich erfreut darüber, dass Bruschied nun um ein kulturelles Ereignis reicher ist. In seiner Ansprache dankte er dem Künstler ausdrücklich für sein großartiges Engagement und betonte, wie wertvoll solche Initiativen für das Dorfleben sind. Auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kirner Land, Thomas Jung, ließ es sich nicht nehmen, persönlich vor Ort zu sein und die besten Grüße der Verbandsgemeinde zu überbringen.

Nach dem offiziellen Teil begann der gesellige Abschnitt des Tages. Das Buffet ließ keine Wünsche offen: Leckeres vom Grill sorgte für beste Stimmung und auch für Getränke war hervorragend gesorgt. In entspannter Atmosphäre blieb viel Zeit für Gespräche, Begegnungen und ein fröhliches Miteinander. Für die passende musikalische Umrahmung sorgten die „Saxophoniker Kirchberg“, die mit ihren Klängen einen stimmungsvollen Beitrag zum Gelingen des Nachmittags leisteten. So ließ sich Kaffee und Kuchen gemütlich genießen und man konnte die ausgestellten Kunstwerke in aller Ruhe auf sich wirken lassen. Die gelungene Verbindung von Kunst und Gemeinschaft machte die Veranstaltung zu einem besonderen Erlebnis. Die Ausstellung zeigte eindrucksvoll, wie Kultur Menschen zusammenbringt und zugleich Gutes für den Ort bewirken kann. So war es am Ende nicht nur ein schöner Nachmittag mit beeindruckenden Bildern, sondern auch ein starkes Zeichen für bürgerschaftliches Engagement.

Die erste Kunstausstellung im Gemeindehaus hat damit Maßstäbe gesetzt und macht Lust auf weitere kulturelle Veranstaltungen dieser oder ähnlicher Art. Besucherinnen und Besucher waren sich jedenfalls einig: Die Kombination aus Kunstgenuss, geselligem Beisammensein und einem guten Zweck war eine hervorragende Idee und ein voller Erfolg für die Dorfgemeinschaft.

Daher gilt ein dickes Dankeschön allen, die mitgeholfen haben, dass diese Veranstaltung zustande kam. Ohne sie wäre all dies nicht möglich gewesen.



Simmern, 29.05.2026/p.a.

Das Schinderhannes-Skelett im Fadenkreuz

Spannender Vortrag im Hunsrück-Museum Simmern

Bild links: Skelett des Schinderhannes
Bild links: Skelett des Schinderhannes

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher füllten den Vortragssaal bis auf den letzten Platz, um mehr über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Verbleib und zur Identifikation der sterblichen Überreste des legendären Räubers Johannes Bückler, besser bekannt als Schinderhannes, zu erfahren.

Prof. Dr. Klaus Rick von der Hochschule Trier führte die Zuhörer mit einer lebendigen und kurzweiligen Einführung in die historische Welt des Schinderhannes. Dabei zeichnete er die Lebensgeschichte des wohl bekanntesten Räubers des Hunsrücks nach und erinnerte an dessen spektakuläre Karriere, die schließlich mit der Hinrichtung am 21. November 1803 in Mainz endete. Gemeinsam mit zahlreichen Mittätern wurde Schinderhannes damals öffentlich durch die Guillotine enthauptet.

Den eigentlichen Fachvortrag zum Skelett des Schinderhannes hielt anschließend Dr. Sara Doll, leitende Präparatorin am Institut für Anatomie und Zellbiologie der Universität Heidelberg. Mit überzeugender Fachkenntnis und anschaulichen Darstellungen erläuterte sie - in nahezu kriminalistischer Manier - die Ergebnisse eines umfangreichen Forschungsprojekts, das sich der Frage widmete, ob die seit mehr als 220 Jahren in Heidelberg aufbewahrten Skelette (siehe Bild oben) tatsächlich den Personen zugeordnet sind, deren Namen sie tragen.

Dr. Doll schilderte, wie historische Dokumente, anthropologische Untersuchungen, radiologische Befunde, Isotopenanalysen sowie modernste genetische Verfahren miteinander kombiniert wurden, um die Identität der Skelette zu überprüfen. 

 

Besonders eindrucksvoll war die Darstellung der DNA-Untersuchungen, die gemeinsam mit genealogischen Forschungen durchgeführt wurden. Hierfür konnte sogar ein heute lebender Nachfahre aus der mütterlichen Linie von Johannes Bückler in die Untersuchungen einbezogen werden – es ist Prof. Dr. Rick!

Im Fortgang des Vortrags wurde deutlich, dass die bisherige Zuordnung der Skelette offenbar nicht den tatsächlichen historischen Gegebenheiten entspricht. Die wissenschaftlichen Ergebnisse sprechen dafür, dass es bereits im frühen 19. Jahrhundert zu einer Verwechslung gekommen sein könnte. Nach Auswertung aller verfügbaren Befunde kamen die Forschenden zu dem Schluss, dass das bisher einem anderen Delinquenten zugeschriebene Skelett mit hoher Wahrscheinlichkeit tatsächlich die sterblichen Überreste des Schinderhannes darstellt.

Frau Dr. Roll verstand es, die komplexen wissenschaftlichen Methoden verständlich zu erklären und gleichzeitig die historische Dimension des Themas herauszuarbeiten. Immer wieder wurde deutlich, welche Bedeutung die Forschung für den verantwortungsvollen Umgang mit menschlichen Überresten in wissenschaftlichen Sammlungen besitzt.

Im Anschluss entwickelte sich eine angeregte Diskussion, in der zahlreiche Fragen aus dem Publikum beantwortet wurden.

Das große Interesse zeigte einmal mehr, dass die Geschichte des Schinderhannes - auch mehr als zwei Jahrhunderte nach seinem Tod - nichts von ihrer Faszination verloren hat.

 

Mit der Veranstaltung gelang dem Hunsrück-Museum eine gelungene Verbindung von Regionalgeschichte und moderner Wissenschaft.

Die neuen Erkenntnisse werfen nicht nur ein neues Licht auf die Identität eines der berühmtesten Hunsrücker, sondern zeigen zugleich eindrucksvoll, wie historische Rätsel mit den Methoden des 21. Jahrhunderts gelöst werden können.



Bruschied, 20.05.2026/p.a.

Gemeinsam Farbe ins Dorf bringen

Bruschied setzt ein Zeichen für mehr Farbe, mehr Gemeinschaft und ein freundlicheres Ortsbild. Mit der Aktion „Bruschied blüht auf!“ möchte die Ortsgemeinde in Kooperation mit der ortsansässigen Gärtnerei Michael Fartak und dem Heimatverein e.V. zahlreiche Straßenlampen mit Blumenkästen schmücken und das Dorf sichtbar verschönern.

Die Idee ist so einfach wie wirkungsvoll: Wo heute noch nüchterne und graue Straßenlampen stehen, sollen bald blühende Pflanzen für einen lebendigen und einladenden Anblick sorgen. Ziel der Initiative ist es, möglichst viele Lampen im Ort mit bepflanzten Kästen zu versehen und Bruschied damit noch attraktiver und lebenswerter zu machen.

 

Besonders gefragt sind nun die Bruschieder selbst. Wer in der Nähe einer Straßenlampe wohnt und Freude an der Idee hat, kann einen wertvollen Beitrag leisten: Die Ortsgemeinde sucht freiwillige Helferinnen und Helfer, die sich bereit erklären, die Blumen regelmäßig zu gießen. Die bepflanzten Kästen werden von der Ortsgemeinde zur Verfügung gestellt. Die Pflege vor Ort liegt dann in den Händen der Anwohner, die damit direkt dazu beitragen, dass die Blumen den ganzen Sommer über gepflegt und schön bleiben. 

Ortsbürgermeister und Gemeinde machen deutlich: Das Projekt lebt vom Mitmachen. Es ist ein Aufruf an alle, die ihr Umfeld nicht nur schön finden, sondern auch aktiv mitgestalten möchten.

Mit wenig Aufwand, aber viel Wirkung kann aus einer guten Idee ein sichtbares Zeichen für Zusammenhalt und Heimatverbundenheit.

Wer sich beteiligen möchte, ist eingeladen, sich beim Ortsbürgermeister Patrick Steina zu melden. Jede Unterstützung zählt.

Helfen Sie mit Bruschied zum Erblühen zu bringen.

Bild-Quelle: WhatsApp Dorfkanal, Mit-Mach-Aktion


Bruschied, 16.05.2026/p.a.

Der alte Kappesgarten lebt wieder auf

Was lange überwuchert und dem Zahn der Zeit überlassen war, ist nun zu neuem Leben erwacht: Der ehemalige Kappesgarten, der seit Ende der 1960er-Jahre weitgehend der Natur überlassen wurde, entwickelt sich Schritt für Schritt zu einem echten Schmuckstück für die Ortsgemeinde.

Bereits im vergangenen Jahr hatte man begonnen, das verwilderte Grundstück wieder freizulegen. Mehrere Rodungs- und umfangreiche Aufräumungsarbeiten waren seither notwendig, um das Gelände Stück für Stück aus seinem langen Dornröschenschlaf zu holen. Aus dichtem Gestrüpp und wildem Bewuchs entstand so nach und nach die Grundlage für ein neues, lebendiges Gartenprojekt.

Heute war es schließlich so weit: Die Ortsgemeinde hatte zur großen Pflanzaktion eingeladen, und viele große wie kleine Gartenfreunde folgten dem Ruf. Pünktlich um 11 Uhr versammelten sich die engagierten Helferinnen und Helfer, um gemeinsam Hand anzulegen und dem Kappesgarten ein neues Gesicht zu geben. Dabei stand nicht nur das Pflanzen im Mittelpunkt, sondern auch das gemeinsame Erleben und das bewusste Näherbringen der Natur – ein Ziel, das die Ortsgemeinde zusammen mit dem Naturpark Soonwald-Nahe verfolgt.

Mit viel Freude und sichtbarem Engagement wurde der Garten mit allem bestückt, was einen echten Bauerngarten ausmacht: Viele gesunde Lebensmittel wie Salate, verschiedenste Gemüsesorten, Strauchbeeren, Blumen und vieles mehr fanden ihren Platz in den sorgfältig angelegten Beeten. Nach und nach entstand so ein abwechslungsreiches, farbenfrohes und zugleich nützliches Ensemble, das in Zukunft nicht nur das Auge erfreuen, sondern auch eine reiche Ernte versprechen dürfte.

Ortsbürgermeister Patrick Steina zeigte sich sichtlich erfreut über das Ergebnis der gelungenen Aktion. Er dankte ausdrücklich allen Beteiligten – dem Naturpark Soonwald-Nahe für deren Unterstützung, den großen und kleinen Helferinnen und Helfern, ohne deren Einsatz dieses arbeitsintensive Projekt nicht hätte verwirklicht werden können.

Aus einem einst völlig verwilderten Grundstück ist mit Fleiß und Gemeinschaftsgeist ein Vorzeigegarten geworden, der weit mehr ist als nur eine schöne Fläche am Rande des Lützelsoons. Er steht auch für Zusammenhalt, Engagement und die Freude daran, gemeinsam etwas zu schaffen, das wächst und gedeiht.



Bruschied, 02.05.2026/p.a.

Asiatische Hornisse

Bitte aufmerksam bleiben!



Bruschied, 18.04.2026/p.a.

Alte Technik trifft neues Bewusstsein

Engagierte Helferinnen und Helfer griffen heute ab 10.00 Uhr zu Handschuhen, Müllsäcken und festem Schuhwerk. Es ist wieder „Dreck-weg-Tag“ – jener stille, aber wirkungsvolle Akt einer bürgerschaftlichen Verantwortung, der Jahr für Jahr zeigt, was eine Dorfgemeinschaft leisten kann.

Was man findet, ist so vielfältig wie erschreckend: achtlos entsorgte Verpackungen, Flaschen, Metallreste, Dinge, die nie in die Natur gehört haben. Und doch ist es in diesem Jahr ein Fundstück, das die Aufmerksamkeit auf sich zieht – schwer, verrostet, halb von Erde verschluckt: eine alte Schreibmaschine (Bild 1).

Ein Relikt aus einer anderen Zeit. Tasten, die einst Worte formten, Gedanken festhielten, vielleicht Briefe schrieben oder Geschichten begannen. Nun liegt sie da, stumm und vergessen, als hätte jemand nicht nur ein Gerät, sondern ein Stück Vergangenheit entsorgt. Wer sie zurückließ, bleibt unbekannt. Warum – ebenso.

Und dennoch verleiht dieser Fund dem heutigen Tag eine symbolische Tiefe. Er erinnert daran, wie schnell Dinge – und vielleicht auch Werte – aus dem Blick geraten können. Und zugleich ist sie eine Erinnerung daran, wie wichtig es ist, dass sich Menschen finden, die Verantwortung übernehmen, aufheben, was andere achtlos fallen lassen.

 

Mit jedem aufgehobenen Stück Müll, mit jedem gefüllten Sack setzen die Freiwilligen ein Zeichen: für Respekt gegenüber der Natur und für die Bereitschaft, nicht wegzusehen. Am Tagesende ist die Gemarkung ein Stück sauberer. Doch der eigentliche Gewinn lässt sich nicht in Kilogramm Müll messen. Er besteht darin, gemeinsam etwas Wichtiges bewegt zu haben. Dafür gebührt allen Helferinnen und Helfern ein besonderer Dank.

Ach ja – und manchmal finden sich auch kuriose Dinge in unserer Nachbargemeinde Schneppenbach, die ebenfalls an diesem Tag engagiert für die Umwelt aktiv war. Dort hat man wohl den zur Schreibmaschine passenden Stuhl gefunden, wie in der WhatApp-Gruppe des Dorfkanals Schneppenbach (Bild 2) zu lesen war.

 



Bruschied, 06.04.2026/p.a.

Rund um den Teufelsfels

Rundkurs offiziell eröffnet. Die insgesamt zwölf Kilometer lange Strecke, in die nun auch der bereits bekannte „Devils Rock Trail“ eingebunden ist, führt durch den Lützelsoon und verspricht Abwechslung, sportliche Herausforderung und landschaftlichen Reiz in gleichem Maß.

Bildlich gesprochen lässt sich der neue Kurs als eine im Wald liegende Acht beschreiben. Genau diese Form macht den Reiz der Anlage aus: Der Rundkurs verbindet verschiedene Abschnitte mit unterschiedlichen Anforderungen und Charakteren. Namen wie „Catweazle“ oder „Hexenschuss“ deuten bereits an, dass hier nicht nur entspannt geradelt wird, sondern auch technisches Können, Kondition und Konzentration gefragt sind. Für Mountainbiker eröffnet sich damit eine Strecke, die sowohl Einsteiger als auch erfahrene Fahrer mit besonderen Passagen und markanten Details anspricht.

Besonders gelungen war die Verbindung von sportlichem Anspruch und gemeinschaftlichem Erlebnis: Denn parallel zur Eröffnung des Trails veranstaltete der FC Hennweiler auch eine Wanderung, die teilweise über sogenannte "shared trails" verlief und damit Wanderer und Mountainbiker auf ausgewählten Abschnitten zusammenführte. Gerade dieses Miteinander unterschiedlicher Nutzergruppen verleiht dem neuen Angebot einen besonderen Charakter.

Am alten Kappesgarten von Bruschied hatte der Verein zudem eine Verpflegungsstelle eingerichtet. Dort konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Gegrilltem und Getränken stärken, bevor es weiter auf den Weg ging. Der eigentliche Abschluss des Tages fand schließlich am Sportplatz in Hennweiler statt.

Auch das Wetter spielte an diesem Tag mit und zeigte sich von seiner besten Seite.

So wurde die Eröffnung des neuen Rundkurses nicht nur sportlich, sondern auch atmosphärisch zu einem vollen Erfolg.

Für den FC Hennweiler war es ein gelungener Auftakt zu einem Projekt, das die Region um eine attraktive Freizeit- und Sportmöglichkeit bereichert.